Arbeitsweise

public photos: 

Was zeigen meine Hochzeitsfotos?

Was geschieht eigentlich bei einer Trauung? Egal ob es eine kirchliche oder standesamtliche Trauung ist erleben wir dort eine Art ritueller Handlung. Deren Kern ist das vor aller Welt gegebene öffentliche Versprechen immer füreinander einzustehen, „in guten, wie in schlechten Tagen bis das der Tod uns scheidet!“ Das ist ein wunderbarer, aber auch sehr ernster und vielleicht sogar erschütternder Augenblick.
Meine Fotos bezeugen sozusagen dieses großartige Versprechen! Sie versuchen, die ausgelassene Freude und die versteckte Rührung zu zeigen, die alle erfasst. Meine Fotos „verewigen“ dieses Versprechen. Sie ermöglichen Erinnerung. „Wie schön Du warst, als Braut und wie glücklich!“ „Und wie ernst Du aussiehst …“ Alle Facetten der Gefühle sollen meine Fotos zeigen. Die Tränen der Mütter, den Übermut der Kinder, die schöne Anteilnahme der Freunde am Glück des Paares.
Diesen Gefühlen versuche ich möglichst nahe zu kommen. Aber nicht indiskret oder in eine rosarote Wolke des Kitsches gehüllt. Nein, es sollen authentische Bilder von authentischen Gefühlen sein. Voller Empathie und doch mit hoher Professionalität.
Wenn ich auf einer Hochzeit fotografiere steht natürlich die Trauzeremonie im Mittelpunkt. Aber es gehört noch viel mehr dazu: Doppelporträts des Brautpaares, der Kuss, die Umarmung, eine Reportage über das Fest, charakteristische Porträts der Gäste mit ihren besonderen Gefühlen der Freude, des Glücks, der Trauer und Schmerzes.
Und auch das, was man die Sprache der Dinge nennen könnte, halte ich fest: kleine Details, Blumengebinde, Tischdekorationen, kunstvoll arrangiertes Essen, Kerzen, Gläser, Kronleuchter usw. tragen genauso, wie die geheimnisvolle Aura einer Kirche zur Geschichte und Erinnerung bei.

Wie fotografiere ich auf einer Hochzeit?

Ich vergesse nie, dass ich im Auftrag des Brautpaares arbeite. Deshalb habe ich mir einige Regeln auferlegt:
Man spricht ja so gerne von „unvergesslichen Augenblicken“. Aber erst die Fotografie kann – wenn sie denn authentische Bilder zeigt – das Vergessen verhindern und die Erinnerung „beglaubigen“ und glaubhaft machen! „Ja, so ist es tatsächlich gewesen“ sollen meine Kunden sagen können. Dann habe ich meine Sache gut gemacht. Und noch besser habe ich sie gemacht, wenn starke Emotionen sich beim Betrachten der Hochzeitsbilder Platz schaffen. Vielleicht gibt es beim Betrachten der Bilder eine Art Echo dieser überwältigenden Gefühle, die man damals spürte.
Um starke Bilder zu machen, agiere ich fast unsichtbar zumindest aber unauffällig. Niemand soll sich beobachtet fühlen. Nichts soll überinszeniert sein. Nichts ist amateurhaft. Ich versuche die Würde des Anlasses, seine hohe Emotionalität, die unbändigen Freude und Fröhlichkeit, die die Hauptakteure spüren, ins Bild zu setzten.
Ich habe schon viele Hochzeiten fotografiert und habe mir dort nicht nur ein großes Repertoire an Hochzeitsbildern anlegen können, sondern habe gelernt, wie die innere Dramaturgie einer Hochzeit sich entfaltet, welch tiefe Emotionen sie freisetzt und wie und wann sie sich zeigen.
Dieser Erfahrungsschatz ist die wichtigste Qualität, die ich in meine Arbeit als Hochzeitsfotografin einbringen kann. Zusammen mit meiner handwerklichen Erfahrung und meiner professionellen Arbeitsweise prägt das meine Bildsprache und macht meine Arbeit als meine ganz eigene Arbeit erkennbar!